Autorenlesung 2008
mit Monika Feth

(Rolf Quirin)

Als die Autorin Monika Feth
am 10. April 2008 während ihrer diesjährigen Lesereise in unserer Schule Station machte, traf sie auf eine sehr interessierte Zuhörerschaft.

Im ersten Teil unterhielt die 1951 in Hagen in Westfalen geborene freiberufliche Schriftstellerin die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9.

Sie bot aber keine Autorenlesung im herkömmlichen Sinn, sondern beantwortete die Fragen der Kinder, erzählte aus ihrem Leben und sprach darüber, wie ein Manuskript am Computer entsteht.

Dann berichtete Monika Feth über die Recherchen zu ihrem Buch „Die blauen und die grauen Tage“, in dem sie von einer alten Frau erzählt, die nicht mehr allein leben kann, weil sie im Kopf verwirrt ist.

Der Roman, der die Problematik der Alzheimer-Erkrankung aufgreift, ist 2000 mit Inge Meysel in der Hauptrolle verfilmt worden.

Monika Feth hat sich sehr darüber gefreut, dass die Deutsche Alzheimer Gesellschaft diesen Buchtitel inzwischen für die Bezeichnung von Demenzerkrankungen übernommen hat.

In vielen Geschichten, die die Autorin zu Papier bringt, erzählt sie von Menschen, denen sie wirklich begegnet ist.

Einige ihrer Personen sind aber auch frei erfunden, so wie Jette aus dem Buch „Der Erdbeerpflücker“ aus ihrer mehrbändigen Krimireihe.

Darin schwört Jette dem Mörder ihrer Freundin öffentlich Rache und macht ihn damit auf sich aufmerksam. Als sie sich in ihn verliebt, weiß sie nicht, mit wem sie es wirklich zu tun hat...

Sie habe erst nach ihrem Studium mit 27 Jahren mit dem Schreiben angefangen, sagt Monika Feth.

Die Phantasie, die mir meine Lehrer früher austreiben wollten, ist heute mein Werkzeug: Eine wundervolle Ironie, über die ich mich manchmal diebisch freue.

Mehrere ihrer Bücher sind auch übersetzt worden und nicht nur im europäischen Ausland, sondern auch in Südamerika, in China, Japan und Korea erschienen.

Es waren fast alle Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortet, als Monika Feth doch noch zum Vorlesen kam.

Dazu hatte sie ihr Buch „Meine kleine Schwester und andere Katastrophen“ ausgesucht, in dem sie 20 Vorlesegeschichten aus dem verrückten Familienalltag aufgeschrieben hat.

Nach der Lesung, die mit dankbarem Applaus bedacht worden war, durfte die Autorin den Kindern noch etliche Autogrammwünsche erfüllen.

Am frühen Nachmittag hatten sich die Kinder der Klassen S1 bis 5 versammelt, um ebenfalls mit der Autorin sprechen zu können.

Hier stellte diese ihr Bilderbuch „Der Gedankensammler“ vor.

Darin erzählt sie In eindrucksvollen Bildern, wie Herr Grantig Gedanken sammelt. Fröhliche Gedanken und traurige. Kluge Gedanken und dumme. Laute Gedanken und stille. Lange Gedanken und kurze. Eigentlich sind ihm alle Gedanken wichtig. Obwohl er natürlich seine Lieblingsgedanken hat. Doch das lässt er sich nicht anmerken, damit er die anderen nicht verletzt. Gedanken sind da sehr empfindlich...

Das Buch wurde von Antoni Boratynski illustriert und ist mittlerweile in acht Sprachen erschienen.

Mehrere Bilderbücher von Monika Feth sind verfilmt worden und wurden unter anderem in der ‚Sendung mit der Maus’ gezeigt.

Von diesem Tag mit einer bekannten Autorin hat die ganze Schulgemeinschaft bleibende Eindrücke mitgenommen.

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